Google Fonts im WordPress-Backend ohne Plugin deaktivieren

Rom

Führten einst alle Wege noch nach Rom, so führen sie heute in die virtuellen Arme von Google.

Seit Erscheinen der Version 3.8 hat sich WordPress als Tor nach Rom aufgestellt: das Laden hübscher Schriftarten von Google-Servern hielt nicht nur in das WordPress-Backend Einzug; auch jedes der drei Standard-Themes lädt seither sein Schriftart-CSS von externen Servern. Deutliche Privatsphäre-Bedenken wurden im Entwicklerforum zwar geäußert, konnten sich aber nicht durchsetzen.

Will ich das externe Laden der Fonts verhindern, oder will ich sie lokal einbinden, oder will ich sie gegen qualitativ bessere Brick Fonts austauschen, so müsste ich in jedem dieser Fälle das Einbinden der externen Schriftart durch den WordPress Core unterbinden. Wie ist dies möglich, ohne als zusätzliches Plugin Disable Google Fonts zu installieren?

Hier der Code, der am besten in einem individuellen Site-Plugin untergebracht wird:

<?php
/**
 * Disable Loading of Google Fonts in WordPress Core.
 */
function google_fonts_load_disable$styles ) {
    
$styles->add'open-sans''' ); // Backend
    
$styles->add'twentyfourteen-lato''' ); // Themes ...
    
$styles->add'twentythirteen-fonts''' );
    
$styles->add'twentytwelve-fonts''' );
}
add_action'wp_default_styles''google_fonts_load_disable');

Die add()-Methode der WP_Dependencies-Klasse verhindert ein Überschreiben bereits definierter Styles – daher setze ich mit „5“ eine niedrigere Priorität als die Standard-Priorität „10“, komme damit dem Core-Ladevorgang zuvor und das Ziel ist geradezu selbsterklärend und sehr übersichtlich erreicht.

Google-Load of Death

Gänzlich unbenutzbar wird WordPress übrigens, wenn der Firefox nach dem ersten Zugriff auf eine Website, welche Schriften extern bezieht, keinen Netzzugang mehr hat. Das passiert natürlich am ehesten im Umfeld lokaler oder Intranet-Installationen. Da der Firefox anhand des beim ersten Zugriff gecachten DNS-Eintrags auch für nachfolgende Zugriffe Konnektivität annimmt, beginnt er einfach zu laden und blockiert dadurch und wegen der gar nicht mehr vorhandenen Netzverbindung den gesamten Seitaufbau. Klicken hilft dann nicht mehr; erst ein komplettes Neuladen der Seite beendet den „Load of Death“.

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